Claude Debussy (1862-1918):

Khamma

Allgemeine Angaben zum Ballett

Entstehungszeit: 1911/12
Uraufführung: 1947
Besetzung: Orchester
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Opus: L 125

Zum Ballett

Art: Légende dansée in 3 Akten
Libretto: W. L. Courtney in Zusammenarbeit mit Debussy
Ort: das alte Ägypten
Zeit: vor unserer Zeitrechnung

Personen der Handlung

Khamma: eine Tänzerin
Oberpriester: im Tempel des Amon-Ra

Handlung

Vor der Kolossalstatue des Gottes Amon-Ra fleht der Oberpriester, die von einer Feuersbrunst bedrohte Stadt zu retten. Da das Götterbild stumm bleibt, muss eine Verlockung angeboten werden. Die Tänzerin Khamma kommt zum Einsatz, um die Gottheit den Wünschen des Oberpriesters geneigt machen. Der Beleuchter sorgt für effektvolle Bestrahlung der Skulptur und Khamma beginnt zu tanzen. Nach dem dritten Tanz bewegt die Figur die Hand, was bedeutet, dass die Darbietung ihr gefallen hat. Das Mädchen ist verblüfft und möchte testen, ob die Statue vielleicht auch die Füße bewegen kann. Sie tanzt jetzt erst richtig los, verfällt in Verzückung bis sie tot zusammenbricht. Unbedingt wichtig: Die Stadt ist gerettet! An der Spitze seines Gefolges betritt der Hohepriester das Heiligtum und lobt Leistung und Einsatzfreude seiner Ballerina.

Beschreibung

Die Ballerina Maud Allen hatte die Tanzlegende Khamma im Jahre 1912 bei Claude Debussy bestellt. Der Komponist schrieb die Klavierfassung nieder, war aber nicht geneigt, diese selbst zu orchestrieren. Das besorgte Charles Koechlin nach Anweisung des Komponisten. Das Resultat kann sich sehen lassen. Gespielt oder gar aufgeführt wird das Werk äußerst selten, was zu beklagen ist. Die Musik ist hinreißend und huldigt einem Exotismus, wie er in Franreich um die Jahrhundertwende besonders beliebt war.


Letzte Änderung am 19.11.2005
Beitrag von Engelbert Hellen