Alexander Konstantinowitsch Glasunow (1865-1936):

Wremena goda [Времена года]

deutsch Die Jahreszeiten / englisch The Seasons / französisch Les Saisons

Allgemeine Angaben zum Ballett

Entstehungszeit: 1899
Uraufführung: 21. Februar 1900 in St. Petersburg (Mariinski-Theater)
Choreographie: Marius Petipa
Besetzung: Orchester
Spieldauer: ca. 35 Minuten
Erstdruck: Leipzig: M. P. Belaieff, 1901
Verlag: Frankfurt: M. P. Belaieff, 1972
Opus: op. 67

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[Details]
Symphonie Nr.5 (Warner, DDD, 2004)
Alexander Glasunow (1865-1936)

audio 12 / 04: »Jose Serebrier entfaltet die Fünfte in geradezu mitreißender Manier. Solide ausgeleuchtet, kommt ihre zupackende Kraft und schwärmerische Fülle voll zur Geltung.«

Zum Ballett

Art: Ballett in einem Akt und vier Bildern
Libretto: Marius Petipa

Handlung

Das Ballett folgt keiner konkreten Handlung, sondern zeigt in vier Tableaus die Eigenheiten der vier Jahreszeiten. Nach einer kurzen Einleitung zeigt der Winter sein kaltes Gesicht. Der Frost wird durch eine Polonaise dargestellt, das sich dadurch bildende Eis mit einem Viola- und Klarinetten-Tanz. Der Hagelschauer in Form eines Scherzos wird durch Schneeflocken abgelöst, deren Leichtigkeit durch einen Walzer symbolisiert wird. Doch jeder Winter hat ein Ende, und so läuten zwei Gnome durch das Entfachen eines Feuers in den Frühling über. Ein Zephyr bringt den Westwind, und dieser lässt Blumen blühen und Vögel zwitschern. Der kurze Frühling ist vorbei, und der Sommer findet im Kornfeld statt. Kornbumen und Klatschmohn tanzen einen Walzer bis zur Erschöpfung. Bei einer Barcarolle erscheinen Quellnymphen und bringen durch ihre Wasserspende die Erlösung für das welkende Korn. Der Tanz des Korngeistes wird durch ein Klarinettensolo mit Coda begleitet, bis Satyrn und Faune ihn hinwegtragen wollen. Doch der erneut auftretende Zephyr verhindert dies. Ein Bacchanal bringt den Herbst und lässt alle vorangegangenen Jahreszeiten noch einmal auftreten. Von den Bäumen fallende Blätter lassen den Herbst schließlich ausklingen. Die Bühne verdunkelt sich, und in der finalen Apotheose zeigen sich die Sterne wie sie die Erde umkreisen.

Satzfolge:

L'Hiver. Introduction
1er Tableau: Variation I "Le Givre". Variation II "La Glace". Variation III "La Grele". Variation IV "La Neige". Allegro
2me Tableau: Le Printemps
3me Tableau: L'Été. Valse des Bluets et des Pavots. Barcarolle. Variation. Coda
4me Tableau: L'Automne. Bacchanal. Entrées des saisons. Petit Adagio. Variation (Le satyre). Allegro. Moderato. Apothéose


Letzte Änderung am 26.12.2016
Beitrag von Markus Hillenbrand